Grenzland-Apotheke

Lutz Engelen
Fachapotheker für Allgemeinpharmazie;
Gesundheitsberatung und Prävention
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52134 Herzogenrath

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Aktuelles


03.06.2011Pflege für die reife Haut

Dass man älter wird, lässt sich nicht vermeiden. Auch an der Haut geht dieser Prozess nicht spurlos vorbei. Ab einem Alter von 30 bis 40 Jahren beginnt sie kontinuierlich trockener und fettärmer zu werden. Vor allem die Schweiß- und Talgdrüsen produzieren weniger Schweiß und Hauttalg. Die Fette verteilen sich nicht mehr so großzügig auf der Hautoberfläche, sodass regelrechte Löcher in der sonst schützenden Barriere entstehen. Nun kann Wasser aus tieferen Hautschichten verdunsten. Die Haut verliert ihre Feuchtigkeit und trocknet aus. Sie wirkt nicht mehr so prall gefüllt, stattdessen prägen winzige Austrocknungsfältchen das Hautbild. Außerdem erscheint die Haut rau, weil sich Hornhaut-Schuppen aufrichten.


Das größte Problem aber ist: Eine trockene Haut steckt Reize nicht so gut weg und reagiert empfindlich auf viele Umwelteinflüsse. Die nicht mehr intakte Fett-Barriere lässt Kälte, Nässe, Chemikalien oder Seife eindringen. Daher spannt die Gesichtshaut oft nach dem Waschen oder es stellt sich nach dem Duschen ein starker Juckreiz an den Beinen und dem Rücken ein. Manchmal entwickeln sich sogar Hautentzündungen und Ekzeme. Dabei ließen sich zwei Drittel der Hautkrankheiten bei älteren Menschen durch eine konsequente Hautpflege verhindern!
Eine gute Hautpflege gibt der Haut das zurück, was ihr fehlt: Cremes mit hochwertigen Fetten und Ölen ersetzen die fehlende Schutzbarriere und bremsen den Feuchtigkeitsverlust. Zahlreiche Wirkstoffe in den Cremes sorgen dafür, dass wieder Wasser in der Haut gespeichert wird. Vor allem Feuchthalte-Faktoren erhöhen den Wassergehalt der Haut. Auf den Flaschen und Tiegeln verbergen sie sich hinter Begriffen wie natural moisturizing factors, NMF, Collagen, Elastin, Glycerin, Hyaluronic Acid, Harnstoff oder Urea.


Kosmetika mit Liposomen reichern diese Wirkstoffe in der Hornschicht längere Zeit an und lassen die Haut wieder glatter aussehen. Manche Cremes enthalten außerdem Enzyme, Vitamine, pflanzliche und tierische Extrakte sowie Fruchtsäuren in geringen Konzentrationen. Viele dieser Inhaltsstoffe sollen den verlangsamten Zellstoffwechsel ankurbeln. Weil das Sonnenlicht die Hautalterung beschleunigt, enthalten viele Produkte inzwischen UV-Filter, um einer vorzeitigen Hautalterung und Faltenbildung vorzubeugen. Vitamin E, Selen oder Ginkgo-Extrakte schützen außerdem noch vor Lichtschäden durch die Sonnenstrahlen.


In unserer Apotheke bieten wir Ihnen gerne eine individuelle Hautberatung an. Wir empfehlen Ihnen ein passendes Produkt speziell für Ihren Hauttyp. Sie finden bei uns auch hochwertige Kosmetik in hübschen Cremetiegeln zum Verschenken. Zusätzlich beraten wir Sie jederzeit bei Hautproblemen, denn wir wissen, wie sehr beispielweise Juckreiz das Wohlbefinden belasten kann.




03.06.2011Tee – ein gesunder Durstlöscher für Kinder

In der kalten Jahreszeit lieben Kinder eine Tasse frisch aufgebrühten Tee. Oft hilft ein Tee auch bei leichten Beschwerden, wenn der Bauch zwickt oder das Einschlafen nicht klappen will. Doch worauf müssen Eltern bei der Sortenwahl für Kinder achten? Ab den 1. Lebenswochen vertragen Säuglinge Mischungen aus süßem Fenchel, Anis und Kümmel. Diese Teesorten schmecken mild bis leicht süßlich und vertreiben lästige Blähungen. Ab dem 4. bis 6. Lebensmonat trinken Kinder auch gerne Tee aus Kamillenblüten oder Pfefferminzblättern, die beide bei Bauchschmerzen den Magen-Darm-Trakt entkrampfen. Bei leichten Einschlafproblemen sind Mischungen mit Melissenblättern und Lavendelblüten geeignet. Das Kind sollte aus einem Becher oder Glas trinken können und nicht mehr an einer Flasche nuckeln, wenn es Früchtetee bekommt. Denn sie enthalten Fruchtsäuren, die den Zahnschmelz angreifen. Sehr beliebt bei Kindern sind die Sorten Hagebutte, Hibiskus („Malventee“) oder Tees mit Fruchtstückchen wie Apfel, Orangenschalen oder Himbeeren. Kalter Früchtetee ist auch ein idealer Durstlöscher im Sommer.

Bei der Zubereitung eines Tees für Kinder müssen Eltern einige Dinge beachten: Das Wasser sollte stets vor dem Aufgießen sprudelnd aufkochen. Wer einen Tee für Säuglinge zubereitet, sollte nur sehr nitratarmes Wasser verwenden. Empfohlen werden maximal 10 Milligramm Nitrat pro Liter; über die Werte des Leitungswassers informieren das zuständige Gesundheitsamt oder Wasserwerk. Sind diese zu hoch, müssen Eltern stilles Wasser aus Flaschen mit dem Aufdruck „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ verwenden. Solange der Tee zieht, muss das Gefäß mit einem Deckel abgedeckt bleiben, damit die wichtigen ätherische Öle nicht verdampfen. Den Tee sollen die Eltern möglichst nicht süßen. Einzige Ausnahme ist Hustentee, bei dem die Zugabe von Kandiszucker oder Honig die Wirkung verstärkt.

Besonders einfach und schnell geht das Aufgießen eines Instant-Tees. Doch aufgepasst: Viele Produkte enthalten Zucker. Wenn Kinder diese stundenlang aus dem Fläschchen nuckeln, zerfrisst schon bald Karies die vorderen Schneidezähne. Problematisch ist nicht nur Haushaltszucker, auch Glukosesirup, Fruchtzucker, Maltodextrin, Honig oder Laktose greifen die Zähne an. In der Apotheke finden Sie allerdings Tee-Extrakte, die nicht gesüßt sind und sich trotzdem leicht in warmem oder kaltem Wasser auflösen.

Sehr selten können Tees Allergien hervorrufen: Fenchel kann in Einzelfällen allergische Reaktionen der Haut und Atemwege auslösen, Anis gelegentlich allergische Reaktionen der Haut, der Atemwege und des Magen-Darm-Traktes. Auch Kamille kann eine Überempfindlichkeitsreaktion herbeiführen. Diese Teesorten sollten Eltern kennen, wenn ihr Kind unter Allergien oder Neurodermitis leidet, und mit dem Arzt besprechen, ob das Kind den Tee bedenkenlos trinken kann. Manche Teemischungen, vor allem gegen Husten, enthalten Süßholzwurzel. Hier sollten Eltern wissen: In hohen Dosen und über längere Zeit kann Süßholzwurzel die Nieren und den Mineralstoffhaushalt belasten. Daher diese Tees für Kinder nicht regelmäßig als Durstlöscher verwenden, sondern nur bei akutem Husten. Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich gerne persönlich an uns. Wir können Ihnen auch eine individuelle Teemischung anfertigen.




03.06.2011Volkskrankheit Allergie

Wer unter einer Allergie leidet, bei dem befinden sich Haut oder Schleimhäute in ständiger Entzündungsbereitschaft. Das Immunsystem reagiert viel stärker auf äußere Einflüsse, als es eigentlich notwendig und nützlich für den eigenen Körper wäre. Bisher wissen die Forscher nicht, woher diese Entzündungsbereitschaft kommt und warum immer mehr Kinder mit dieser Überempfindlichkeit geboren werden als noch vor wenigen Jahrzehnten. Es gibt nur Vermutungen.

Früher musste das Immunsystem Würmer im Darm in Schach halten. Seit Wurmerkrankungen in der westlichen Welt selten geworden sind, so glauben Experten, wäre das Immunsystem „arbeitslos“ und würde nun harmlose Pollen, Staub oder Tierhaare bekämpfen. Eine andere Hypothese ist, dass unsere „übertriebene“ Hygiene das Immunsystem unterfordert, weil alle krankmachenden Keime abgewaschen oder weggeputzt sind. Würden Kinder wieder etwas mehr im Dreck spielen, wären sie robuster. Beobachtungen auf Bauernhöfen belegen diese Theorie, aber eine endgültige Erklärung gibt es nicht.

Sicher ist nur: Eine Bereitschaft, allergisch zu reagieren, können Eltern ihren Kindern vererben. Brechen sie dann tatsächlich eines Tages aus,  „wandern“ Allergien im Laufe eines Lebens von Organ zu Organ. So wird die Haut bei Säuglingen und Kleinkindern häufig von einer Neurodermitis befallen, die in vielen Fällen bis zum dritten Lebensjahr ausheilt. Jahre später bekommen manche Kinder dann einen Heuschnupfen. Bei ihnen kann wiederrum ein „Etagenwechsel“ stattfinden; dann steigt die Allergie hinab in die Lunge und führt zum Asthma. Deshalb ist es so wichtig, dass die Patienten eine effektive Behandlung erhalten, denn nur sie kann die Ausbreitung des Allergiegeschehens verhindern.

Unumgänglich ist es, die Auslöser der jeweiligen Allergie wie Pollen, Tierhaare, Hausstaub, Nahrungsmittel oder Arzneimittel ausfindig zu machen. Ärzte und Patienten müssen wie Detektive auf Spurensuche gehen. Sind die Auslöser erkannt, sollte der Patient sie nach Möglichkeit meiden. Doch das ist zum Beispiel bei Staub- oder Pollenallergie sehr schwierig.

Dann brauchen die Betroffene unbedingt Arzneimittel, die in die körpereigenen Prozesse gezielt eingreifen und das Immunsystem stoppen. Viele Präparate sind gut wirksam, lang bewährt und daher inzwischen verschreibungsfrei in der Apotheke erhältlich. Bei Pollen oder Hausstaub-Allergie bekämpft außerdem die sogenannte Hyposensibilisierung das Übel an der Wurzel. Über mehrere Jahre hinweg erhält der Patient dabei vom Arzt wöchentlich oder  monatlich Spritzen mit Spuren der Allergiesubstanzen. Sie härten den überempfindlichen Körper regelrecht ab, sodass er Pollen oder Hausstaub wieder tolerieren lernt. Über alle Wege der Allergiebekämpfung informieren wir Sie gerne persönlich in der Grenzlandapotheke.




16.09.2010Rundum-Versorgung bei Erkältungen

Die Zeit der Erkältungen bricht an. Gegen Beschwerden in Rachen, Nase, Ohren, Kopf und Lunge helfen viele Haus- oder Arzneimittel.
Solange die nicht schon tagelang ohne merkliche Besserung besteht, kann der Patient seine Therapie selbst in die Hand nehmen. Erst wenn sich aus der Virus-Infektion eine bakterielle Entzündung in Nebenhöhlen, Ohren oder Lunge entwickelt, muss man zum Arzt. Anzeichen dafür wären Fieber, sehr schlechtes Allgemeinbefinden, Schmerzen im Gesicht, die sich beim Bücken verschlimmern, starke Kopfschmerzen mit klopfendem Charakter, eitriges, gelbes Sekret aus der Nase oder gelb-grünlicher Auswurf beim Husten. Unser Team in der Apotheke berät Sie gerne, ob der Arztbesuch notwendig ist. Bei leichtem Kratzen im Hals und Heiserkeit reicht das Lutschen von Mineralsalz-haltigen Pastillen oder Salbei-Bonbons aus, um die Rachenschleimhaut zu befeuchten. Starke Schluckschmerzen lindern dagegen nur Lutschtabletten, die die Schleimhaut betäuben. Hilfreich ist auch ein Halswickel: feuchte kalte Tücher um den Hals legen, mit einem trockenen Wollschal umwickeln und warten, bis sich die Tücher erwärmen.
Um die Nase frei zu bekommen, kann man Nasensprays benutzen. Wirkstoffe wie Xylometazolin oder Oxymetazolin schwellen die Schleimhaut ab und halten die Verbindungsröhren zwischen Nase, Nebenhöhlen und Ohren durchgängig; Schleim kann sich nicht festsetzten, und der Betroffene beugt Entzündungen der Nasenneben- und Stirnhöhlen sowie des Mittelohres vor. Die Nasensprays nicht länger als drei bis sieben Tage anwenden, damit der Effekt nicht ins Gegenteil umschlägt.
Duftende Heilpflanzenöle der Pfefferminze, Fichte, Myrthe, von Thymian oder Eukalyptus  reizen Kälte-Sensoren in der Nase und vermitteln das Gefühl, besser durchatmen zu können. Diese Öle sind in Erkältungssalben enthalten – zum Einreiben auf Brust und Rücken oder zum Inhalieren. Ebenso befreit eine Inhalation mit Kochsalzlösung die Atemwege in Nase und Lunge. Dazu sind Kaltluftvernebler ideal, doch diese Geräte haben ihren Preis. Entweder “gönnt” sich die ganze Familie einmal ein solches Gerät oder man leiht es in der Apotheke für eine geringe Gebühr aus.
Wer zu Entzündungen der Nebenhöhlen neigt, kann mit Schleimlösern frühzeitig gegensteuern. Dragees, die kombiniert Primel-, Enzianwurzel und Holunderblüten, Gartensauerampfer und Eisenkraut enthalten, wurden speziell für diesen Zweck entwickelt. Übrigens: Auch viel trinken löst den Schleim – in der Nase wie in den Bronchien.
Steigen die Erkältungsviren in die Bronchien hinab, kämpfen Betroffene oft zwei bis drei Wochen lang mit Husten. Den Schleim lösen Wirkstoffe wie Acetylcystein oder Ambroxol oder Präparate mit Heilpflanzenextrakten wie Efeu-, Thymian-, Eukalyptus- und Myrtol. Quält ein trockener Hustenreiz den Patienten und raubt ihm den Schlaf, kann er Hustenstiller beispielsweise mit Pentoxyverin anwenden. Wichtig: Hustenlöser und -stiller darf man nur dann kombinieren, wenn man die Einnahme zeitlich trennt – morgens bis nachmittags den Löser und nur abends vor dem Zubettgehen den Stiller. Zur Heilung des Hustens tragen außerdem bei: ein warmer Wickel auf der Brust und lösliche Bronchialtees.
Gegen Kopfdruck helfen leichte Schmerzmittel wie Acetysalicylsäure oder Ibuprofen. Sie dämmen außerdem die Entzündung der Schleimhäute ein, lindern Rachenbeschwerden und Nasenbrennen. Die Entzündungen bekämpfen außerdem Bromelain-Präparate – das sind natürliche Enzyme aus der Ananasfrucht.




Antibiotika richtig einnehmen

Üblicherweise verordnet der Arzt gegen bakterielle Infektionen Antibiotika. Diese wichtigen Arzneimittel müssen lang genug eingenommen werden, um alle Bakterien sicher abzutöten. In den meisten Fällen muss der Patient den Inhalt der gesamten Packung aufbrauchen. Manchmal setzten Betroffene aber das Präparat zu früh ab, weil sie sich schon wieder gesund fühlen. Das kann zu einem Rückfall führen und birgt noch eine große Gefahr: Es können einzelne “hartgesottene” Keime überleben. Wird nun das Antibiotikum abgesetzt, beginnen sie sich wieder zu vermehren und entwickeln dabei Strategien, sich beim nächsten Mal effektiver gegen das Antibiotikum zur Wehr zu setzten. Wird das Antibiotikum nun noch einmal verabreicht, bleibt es völlig unwirksam gegen den gesamten neuen Bakterienstamm. Fachleute sprechen in diesem Fall von einer Resistenz. Nicht nur zu kurze Behandlungszeiten fördern die Resistenzentwicklung, sondern auch eine unregelmäßige Einnahme. Deshalb sollte der Patient das Antibiotikum in möglichst gleichmäßigen Stunden-Abständen einnehmen. Also wer 2-mal täglich ein Antibiotikum einnimmt, sollte diese alle 12 Stunden tun. Eine 3-mal tägliche Einnahme soll möglichst alle 8 Stunden erfolgen (z.B. um 6 Uhr, 14 Uhr und 22 Uhr) und eine 4-mal tägliche Einnahme alle 6 Stunden (z.B. um 6 Uhr, 12 Uhr, 18 Uhr, 24 Uhr). Antibiotika müssen in den meisten Fällen von den Mahlzeiten abhängig eingenommen werden: entweder zum Essen oder nüchtern. “Zum Essen” bedeutet: direkt vor, beim oder direkt nach dem Essen; “nüchtern” heißt dagegen: eine Stunde vor der Mahlzeit oder zwei Stunden danach. Wer also zum Beispiel sein Penicillin dreimal täglich nüchtern einnehmen soll, tut es morgens um 6 Uhr und frühstückt um 7 Uhr. Mittagessen kann er um 12 Uhr und ist zur Einnahme um 14 Uhr wieder nüchtern. Abendbrot gibt es um 20 Uhr, das Antibiotikum um 22 Uhr.

Vielleicht klingt alles ein wenig kompliziert, aber wir helfen Ihnen gerne, einen passenden Plan für Sie persönlich aufzustellen. Antibiotika in Kapseln und Tabletten sind oft recht groß. Sie dürfen trotzdem nicht geteilt, geöffnet oder zerbissen werden, weil sie so ihre Wirksamkeit verlieren können. Tipps: Beim Schlucken nicht den Kopf in den Nacken legen, sondern nach vorne neigen, um nicht würgen zu müssen. Tabletten und Kapseln nie im Liegen, sondern mit aufrechtem Oberkörper einnehmen und immer ein volles Glas Wasser nachtrinken, damit das Antibiotikum nicht in der Speiseröhre hängen bleibt. Für Kinder sind Säfte im Handel. Meist ist ihr Geschmack durch ein Aroma verbessert oder sie bestehen aus winzigen Kügelchen, die den bitteren Wirkstoff geschmacksneutral umhüllen. Wenn diese Kügelchen beim Zudrehen der Flasche zerquetscht werden, schmeckt die nächste Dosis bitter. Deshalb den Schraubverschluss zuvor säubern. Die Eltern können selbst den Saft aus Pulver, Lösungsmittel oder Leitungswasser zubereiten; aber wir helfen Ihnen auch gerne dabei! Manche Säfte müssen danach im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Zum Dosieren verwendet man am besten die beigepackten Messlöffel, -spritzen oder -becher. Tipp: Säuglingen kann man den Saft mit einer Einmalspritze in den Mund träufeln oder sie nuckeln ihn aus einem Sauger. Den Saft sollten Eltern dagegen nicht in den Brei mischen. Isst das Kind ihn nicht auf, erhält es nicht die volle Dosis, was wiederum Resistenzen fördern kann.




Neurodermitis-Schübe in den Griff bekommen

Die Neurodermitis ist eine sehr belastende Hautkrankheit – für Erwachsene wie Kinder und deren Eltern. Typisch ist, dass sich das Hautekzem schubweise verschlechtert: Mal juckt die Haut extrem, ist entzündet und nässt. Dann heilt sie wieder ab, trocknet stark aus und reißt manchmal sogar ein. Schon bei Säuglingen kann die Kopfhaut vom Milchschorf befallen sein, der an eingetrocknete Milchkrusten erinnert. Bei Kleinkindern sind die Wangen, die ganzen Arme und Beine, eventuell auch der komplette Körper betroffen. Bei älteren Kindern und Erwachsenen treten die Ekzeme dagegen eher isoliert in den Beugen der Ellenbogen, Kniekehlen, an Füßen, Händen oder am Hals auf. Wenn sich ein Schub androht, müssen Betroffene so rasch als möglich reagieren. Hilfreich gegen plötzlichen starken Juckreiz sind alle kühlenden Maßnahmen, vor allem die fett-feuchten Verbände: Dazu cremt man die Haut mit einer fettenden Pflegecreme ein und zieht über Arm, Bein, Hals oder Rumpf einen mit kühlem Leitungswasser oder Schwarztee angefeuchteten Schlauchverband aus der Apotheke. Darüber kommt ein zweiter trockener Schlauchverband und die normale Kleidung. Der Verband kann bis zu fünf Stunden getragen werden. Nach dessen Entfernen wird die Haut mit einer Pflegecreme nachgefettet. Für die Nacht können Betroffene zusätzlich juckreizstillende Tabletten, Tropfen oder Säfte mit Antihistaminika einnehmen. Reicht die Akuthilfe nicht aus, sind immer noch die „Kortison-Cremes“ Mittel der Wahl, weil sie rasch die Entzündung hemmen und den Teufelskreis aus Juckreiz und Kratzen stoppen.

Mit dem altbekannten Kortison und dessen Nebenwirkungen sind die neuen Substanzen aber nicht zu vergleichen. Inzwischen kommen Soft-Kortikoide zum Einsatz. Ihre Vorteile: Sie wirken intensiver, sind weniger schädlich zur Haut und belasteten den Körper innerlich praktisch nicht. Sie werden lediglich einige Tage, selten wenige Wochen angewendet. Sobald als möglich werden sie stufenweise abgesetzt und die Haut wieder mit Pflegecremes versorgt. Eine Alternative sind Cremes oder Salben mit dem Wirkstoff Tacrolimus oder Pimecrolimus. Sie wirken genauso stark wie einige Kortikoide, besitzen aber nicht deren typische Nebenwirkungen. Ein Arzt muss sie allerdings verschreiben. Sobald die Haut abheilt, muss eine intensive Hautpflege starten. Dabei wird nicht eine einzige Creme helfen, sondern jeder Patient muss für seine Bedürfnisse, seinen Hautzustand und der Jahreszeit entsprechend verschiedene Cremes erhalten. Im Sommer empfinden Betroffene wasserhaltige Lotionen oder Cremes oft als angenehm, im Winter eher stark rückfettende Fettcremes. Die Pflegepräparate führen der Haut vor allem Fett zu, da die natürliche Fettbarriere bei Neurodermitikern deutlich gestört ist. Aber auch andere Stoffe fehlen in der erkrankten Haut und können mit der Creme ersetzt werden: zum Beispiel Harnstoff, Linolsäure, Gamma-Linolensäure und Ceramide. Zum Baden und Duschen empfehlen Hautexperten Spreitungsölbäder statt Emulsionsölbäder. Weiterhin müssen Neurodermitiker herausfinden, welche Faktoren bei ihnen einen akuten Schub auslösen. Diese Auslöser variieren bei jedem Patienten: Zum Beispiel juckt die Haut bei manchen, sobald sie in Stress geraten. Andere reagieren auf zu heißes, zu langes, zu häufiges Duschen, auf Seife, Abrubbeln mit rauen Handtüchern, Wolle, Schwitzen unter synthetischer Kleidung oder beim Sport. Hilfreich bei der Suche nach den Auslösern ist ein Tagebuch, in das der Neurodermitiker oder die Eltern eines erkranktes Kindes einige Monate lang alle Beobachtungen eintragen. Sind schließlich Auslöser erkannt, kann der Betroffene sie vermeiden und somit akute Phasen verhindern. Einen Schub können auch Allergien verursachen, zum Beispiel auf Pollen, Hausstaubmilben, Haustiere, oder Schimmelpilze. Zudem sind etwa 20 bis 30 Prozent der Kleinkinder durch Nahrungsmittel-Allergien gebeutelt, Erwachsene dagegen eher selten. Wichtig ist, dass ein Allergologe die Allergie mit Labortest oder Suchdiäten eindeutig nachweist, bevor Betroffene Maßnahmen dagegen ergreifen. Denn wenn Kinder unnötigerweise Nahrungsmittel weggelassen, können sie durch eine Mangelernährung krank werden. Außerdem ist der Stress, den ein Kind durch eine rigide und unsinnige Diät erlebt, nicht zu unterschätzen und kann wiederum Schübe auslösen. Wenn der Arzt allerdings eine Allergie sicher diagnostiziert, dann muss man über Mittel dagegen nachdenken. Hierüber beraten wir Sie gerne in unserer Apotheke, zum Beispiel Säuglingsnahrungen bei Kuhmilch-Eiweiß-Allergie oder über spezielle Bettwäsche zur Milbenabwehr.




Zurzeit wieder auf Zecken achten

Zunächst sieht alles wie eine Sommergrippe aus. Die meisten Infizierten gesunden 5 bis 21 Tagen danach wieder völlig. Doch bei rund 260 Menschen pro Jahr kehren plötzlich extrem hohes Fieber und Kopfschmerzen zurück. Eine Entzündung befällt Hirnhäute, Gehirn, Nerven und Rückenmark. Es kommt zu Lähmungen, Bewusstseins- und Hörstörungen. Manche Infekte verlaufen tödlich. Die Rede ist von der FSME oder Frühsommer-Meningo-Enzephalitis. Auslöser sind Viren, die durch Zecken übertragen werden. Gegen die Hirnhaut-Entzündung ist kein wirksames Arzneimittel auf dem Markt. Die Patienten werden in einer Klinik beobachtet, Fieber, Schmerzen und Atemnot bekämpft. Weltweit gibt es etwa 25 Krankheiten, die Zecken übertragen können. Neben der FSME spielt in Deutschland noch die Borreliose eine große Rolle: Auch sie kann sich mit Grippe-artigen Symptomen ankündigen. Bei 60 Prozent der Patienten rötet sich ein bis vier Wochen nach dem Zeckenstich die Haut fleck- oder ringartig um die Einstichstelle. Ärzte behandeln dann sofort mit Antibiotika. 40 Prozent der Infizierte haben allerdings zunächst keine Beschwerden. In rund 2 Prozent der Fälle treten erst Monate bis Jahre später plötzlich schwere Kopf-, Muskel-, Gelenkschmerzen, Hirn-, Herz-, Hautentzündungen, Lähmungen oder Rheuma auf, die kaum noch mit der Zecke in Verbindung gebracht werden.

Auch jetzt ist eine Behandlung möglich, aber schwierig. Manchmal heilt die Krankheit nicht mehr vollständig aus. FMSE-Krankheitsfälle treten hauptsächlich in folgenden Bundesländern auf: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Einzelfälle wurden aus Nordrhein-Westfalen gemeldet. Während der letzten Jahre erkrankten im Durchschnitt pro Jahr 260 Menschen an FSME, es gibt aber immer wieder Jahre mit deutlich höheren Infektionsraten. Mit den Erregern der Borreliose sind dagegen Zecken in ganz Deutschland infiziert. Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass jährlich um die 6.000 Menschen neu an Borreliose erkranken. Zecken muss man so schnell wie möglich mit einer feinen, spitzen Pinzette oder spezielle Zecken-Zange entfernen, denn Borreliose-Bakterien werden erst zwölf Stunden nach dem Stich übertragen. Für FSME gilt das leider nicht; die Viren werden sofort übertragen. Danach sollte man die Haut mit einem Jod-haltigem Präparat desinfizieren. Auf keinen Fall dürfen Zecke mit Hausmitteln wie Öl, Klebstoff, Alkohol, Nagellack oder Salben abgetötet werden. Die Zecken spucken im Todeskampf verstärkt Krankheitserreger ins Blut. Zecken halten sich bevorzugt in feuchten und dunklen Lebensräumen wie Wäldern, Flusstälern, Busch- oder Farnkraut-Landschaften auf, aber auch in Parkanlagen.

Dort hocken sie auf Gräsern oder Zweigen und krabbeln auf ihr Opfer oder werden mit dem Bein abgestrichen. Zecken wechseln auch von Haustieren auf Menschen, solange sie sich am Tier noch nicht festgesaugt haben. Wer in der Natur unterwegs ist, schützt sich vor Zecken am besten mit guter Kleidung: Lange Hosen werden in die Socken gesteckt, darüber hohe Schuhe oder Gummistiefel getragen. Bündchen an langärmelige Hemden oder Pullis sollten fest schließen. Zeckenabwehrmittel bieten gegen Zecken maximal einen Schutz von zwei Stunden. Am Abend sollte man seine Haut am ganzen Körper von einer zweiten Person sorgfältig auf Zecken absuchen lassen, insbesondere Leistengegend, Schambereich, Achselhöhlen, Kniekehlen, Haaransatz und Ohrbereich. Zecken sind zum Teil nur stecknadelkopfgroß! Dem Hund oder der Katze können Tierbesitzer vorbeugend ein Zecken abweisendes Halsband umlegen. Dazu und zu Zeckenabwehrmittel für Sie persönlich beraten wir sie gerne in unserer Apotheke. Gegen FSME ist eine Impfung möglich; sie schützt den Mensch drei bis fünf Jahre lang. Die STIKO - Ständigen Impfkommission empfiehlt die Impfung Erwachsenen und Kindern, die sich oft in der Natur in Risikogebieten aufhalten oder dort ihren Urlaub verbringen. Wer vor einer Reise nur noch wenig Zeit hat, kann eine Schnellimmunisierung innerhalb 21 Tage durchführen lassen.




Zöliakie

Brot macht Wangen rot, sagt der Volksmund. Doch es gibt Menschen, die krank werden, wenn sie Brot essen. Zöliakie heißt diese Erkrankung bei Kindern, bei Erwachsene Sprue. Als Säuglinge sind sie alle noch gesunde Stillkinder. Erst im Alter von 8 bis 24 Monaten beginnt der verheerende Verlauf: Die Kinder bekommen chronisch Durchfälle und Blähungen und erbrechen häufig. Sie wachsen nicht mehr ausreichend, Arme und Beine magern ab, der Bauch ist aufgeblasen. Viele Kinder haben keinen rechten Appetit, sind schlecht gelaunt, weinerlich, unzufrieden, bleich, kraftlos und oft erkältet. Die Auslöser für die Erkrankung bei Kindern sind die Getreide-Breie und Backwaren, die Kleinkinder nach der Stillzeit essen. Sie enthalten Gluten, wenn sie aus Weizen, Dinkel, Grünkern, Gerste, Roggen oder Hafer zubereitet sind. Gluten ist ein Klebe-Eiweiß, das beim Backen das Mehl zum Brotlaib zusammenklebt. Gluten wird normalerweise im Dünndarm verdaut. Doch nicht so bei den Zöliakie-Kindern. Dort führt es zu einer Entzündung der Dünndarm-Schleimhaut und zerstört diese. Infolge können Nährstoffe, Eisen und Vitamine nicht mehr ausreichend ins Blut aufgenommen werden. Die Kinder sind unterernährt und wachsen nicht mehr richtig. Auch ältere Kinder können unter der Zöliakie leiden; bei ihnen ist der Verlauf oft weniger dramatisch. Sie fallen meist durch kleinen Wuchs, wiederkehrende Entzündungen der Mundschleimhaut oder einen Eisenmangel auf. Auch viele Erwachsene haben keine Magen-Darm-Probleme und bemerken den Ausbruch der Sprue gar nicht. Erst durch einen Zufall diagnostiziert sie der Arzt eines Tages, weil er nach der Ursache für einen Eisenmangel, Muskelschwäche oder -krämpfe, Blutungsneigung oder Osteoporose forscht. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass jeder 100. bis 500.

Deutsche kein Gluten verträgt. Aus welchem Grund es zu dem Untergang der Schleimhaut kommt, ist den Wissenschaftlern noch nicht genau bekannt. Deshalb stecken Medikamente auch erst in der Forschung. Die einzige Hilfe ist das strikte Meiden glutenhaltiger Speisen. Statt den genannten Getreide-Sorten dürfen Kinder und Erwachsene lediglich Produkte aus Mais, Hirse, Buchweizen, Soja, (Wild)reis, Amaranth, Quinoa und Esskastanien essen, weil hierin kein Gluten enthalten ist. Auch wenn Brot und Kuchen aus diesen Ersatzprodukten gebacken oder Nudeln daraus hergestellt werden, vertragen Betroffene diese gut. Da sogar Wurstwaren, Konserven, Süßwaren und Zahnpasta Gluten enthalten können, müssen sich Betroffene oder ihre Eltern gut auskennen, um die Diät strikt durchzuführen. Im Internet unter www.dzg-online.de veröffentlicht die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e.V eine Liste glutenfreier Produkte sowie Bezugsquellen. Seit August 2008 liegt ein verbindlicher Grenzwert von maximal 2 mg Gluten pro 100 g Lebensmittel fest für Erzeugnisse, die die Aufschrift glutenfrei tragen dürfen. Die Diät muss ein Leben lang strikt beibehalten werden. Schon innerhalb der ersten 6 bis 12 Monate bessern sich sämtliche Beschwerden: Die Durchfälle schwinden, die Kinder holen rasch an Gewicht und Körpergröße auf. Da bereits sehr kleine Mengen Gluten den Dünndarm schädigen, dürfen auch Tabletten für an Menschen mit Zöliakie oder Sprue kein Weizen enthalten. Da in einigen Arzneimitteln Weizenstärke als Trägersubstanz vorkommt, fragen Sie am besten bei uns in der Apotheke nach, ob dies auch bei Ihren Medikamenten der Fall ist. Eine glutenfreie Ernährung enthält weniger Ballaststoffe als übliche Kost, was bei einigen Betroffenen Verstopfung hervorruft. Auch nehmen einige nicht genug Vitamine aus dem B-Komplex auf. Über hilfreiche Arzneimittel gegen Verstopfung und Vitaminpräparate beraten wir Sie gerne persönlich in der Apotheke.




Gute Fette für das Herz

Noch bis vor 30 Jahren sahen die Wissenschaftler in den Nahrungsfetten lediglich einen Energiespender: Fette haben die höchste Energiedichte überhaupt. Isst der Mensch ein Gramm Fett, bekommt er rund 9 Kilokalorien Brennstoff geliefert. 1971 merkten dänische Forscher, dass aber deutlich mehr in den Fetten steckt: Sie stellten fest, dass Eskimos aus Grönland viel seltener Herzinfarkte bekamen als eine vergleichbare Gruppe Dänen. Ähnliches zeigten Beobachtungen in Japan, deren Bevölkerung kaum unter Herzkrankheiten leidet. Allen gemeinsam war, dass ihre Ernährung sehr wenig gesättigte Fettsäuren, dafür aber eine hohen Gehalt an Omega-Fettsäuren aufwies. Fett ist nämlich nicht gleich Fett. Es gibt gute, als auch schlechte Fette. Beide haben einen Einfluss auf den Stoffwechsel und die Funktion von Organen. Fette enthalten drei Arten an Fettsäuren: gesättigte, einfach und mehrfach ungesättigte. Fette mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren sind meist von fester Konsistenz, zum Beispiel Butter oder Kokosfett. Fette mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren sind bei Raumtemperatur eher flüssig, beispielsweise Pflanzenöle.

Die Lebensmittelindustrie kann flüssige Öle chemisch „härten“, sodass sie fest wie Butter werden und sich leichter verarbeiten lassen. Viele Fertigprodukte wie Tütensuppen, Salatsoßen, Gebäck oder Knabberartikel weisen in ihrer Zutatenliste auf diese „gehärteten“ Fetten hin. Bei dem Härtungsprozess können sogenannte Transfettsäuren entstehen. Weil sie die Adern verstopfen, gelten sie als ungesund, wenn man sie in großen Mengen isst. Als gesundheitlich bedenklich betrachten Mediziner auch gesättigte Fettsäuren, wenn sie zu reichlich verzehrt werden.

Worin liegt ihr Problem? Sie erhöhen die Cholesterinwerte im Blut und führen ebenfalls dazu, dass sich Adern verengen. Enthalten sind sie in fetten, tierischen Produkten wie fettem Fleisch, Wurst, Speck, Schmalz, fettem Käse, Sahne, Vollmilch, Butter sowie pflanzlichem Palm- und Kokosfett. Ungesättigte Fettsäuren hingegen senken die Cholesterinwerte im Blut. Zu finden sind die einfach ungesättigten Fettsäuren in Oliven-, Erdnuss- und Rapsöl, die mehrfach ungesättigten Omega-6-Fettsäuren in Getreidekeim-, Distel-, Raps- und Sojabohnenöl. Weitere Omega-6-Quellen sind Pflanzenkeime, Spinat, Portulak, Linsen und Walnüsse. Den Omega-3-Fettsäuren hingegen verdanken wahrscheinlich die Eskimos den Herzschutz, denn sie senken die Fettwerte im Blut (Triglycerid-Werte). Zu hohe Blutfettwerte erhöhen ebenfalls das Risiko für Herzkrankheiten. Reichlich enthalten sind die Omega-3-Fettsäuren in fetten Meeresfischen wie Hering, Makrele, Lachs und Tunfisch. In Süßwasserfischen wie Forelle und Karpfen kommen sie nur in geringer Menge vor. Eine Vorstufe der Omega-3-Fettsäuren findet sich zudem in Perilla-, Lein-, Walnuss- und Rapsöl. Gesunden Erwachsenen reicht die Zufuhr über die Pflanzenöle, wenn sie zusätzlich pro Woche ein- bis zweimal Fisch essen. Um allerdings krankhaft erhöhte Blutfettwerte zu senken, benötigt ein Patient hoch dosierte diätetische Lebensmittel wie Fischöl- oder Perillaöl-Kapseln. Wenn es Sie interessiert, beraten wir Sie gerne in der Apotheke über diese Produkte. Wie Sie Ihre Fettzufuhr optimieren können, lesen Sie in den Ernährungstipps. Den besten Schutz für Ihr Herz erreichen Sie aber, wenn Sie zusätzlich noch Übergewicht vermeiden, Sport treiben und nicht zuviel Alkohol trinken. Ernährungstipps Essen Sie generell fettarm.

Frauen sollten insgesamt maximal 60 Gramm, Männer 70 Gramm Fett am Tag aufnehmen, inklusive der versteckten Fette in Fleisch, Wurst und Käse. Wer abnehmen muss, sollte höchstens 50 bis 60 Gramm Fett täglich zuführen. Bevorzugen Sie fettarme Kochmethoden wie Dünsten, Dämpfen, Grillen oder Garen in Folie. Wählen Sie bei tierischen Lebensmitteln magere Milchprodukte, mageres Fleisch, magere Käse- und Wurstsorten aus. Bei der Zubereitung von Speisen sollten Sie nicht mit Butter, Speck, Schmalz und Kokosfett braten, kochen oder backen. Verwenden sie stattdessen Speiseöle mit ungesättigten Fettsäuren oder Diätmargarine. Zum Anbraten eignen sich Raps- und Erdnussöl, aber auch Olivenöl. Diese Öle vertragen hohe Temperaturen unbeschadet. Zum Anmachen von Salaten oder kalten Gerichten passen Distel-, Lein-, Maiskeim-, Soja-, Sonnenblumen- und Walnussöl. Da deren Fettsäuren mehrfach ungesättigt sind, halten diese Öle Erhitzen weniger gut aus.

Unter sehr hohen Temperaturen könnten sich sogar Schadstoffe bilden. Die Haltbarkeit von Ölen mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren ist gering, deshalb dunkel lagern und schnell verbrauchen. Essen Sie ein- bis zweimal pro Woche Fisch. Vor allem Menschen mit erhöhten Triglycerid-Blutwerten sollten fettreiche Seefische auswählen wie Hering, Lachs, Tunfisch und Makrele.




Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind weit verbreitet. Die Ursachen dafür sind aktuelle Belastungen, Abnutzungs-
erscheinungen, aber auch muskuläre
Verspannungen und Stress.
Gezielte Gymnastik zur Stärkung der Rückenmuskulatur beugt vor. Es gibt inzwischen zahlreiche Angebote durch Volkshochschulen, Sportvereine oder andere Anbieter. Zur Behandlung akuter Schmerzen sind am besten Ibuprofen und Diclofenac geeignet. Die Präparate gibt es in niedrigen Dosierungen als Tabletten auch ohne Rezept. Allerdings sollte bei längerfristigen Beschwerden ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache der Rückenschmerzen abzuklären.Statt Tabletten können Verspannungen auch durch Wärmepflaster oder durchblutungsfördernde Rheumabäder gelockert werden. Wärmepflaster können die Haut reizen – es gibt deshalb spezielle Präparate für empfindliche Haut. Durchblutungsfördernde Bäder sind für Bluthochdruckpatienten nur bedingt empfehlenswert. Alternativ lindern Kirschkern- oder Dinkelkissen die Schmerzen. Diese können im Backofen oder in der Mikrowelle aufgeheizt werden. Dabei immer darauf achten, dass die Haut vor Verbrennungen geschützt wird – deshalb am besten die Kissen vor dem Auflegen in ein Handtuch wickeln. Insbesondere bei Verspannungen lindern auch TENS-Geräte die Symptome.

Dafür werden Elektroden im schmerzenden Bereich auf die Haut geklebt. Diese stimulieren durch schwache elektrische Reize die sensiblen Nerven und blockieren darüber die Schmerzweiterleitung. Patienten mit einem Herzschrittmacher dürfen TENS-Geräte nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt verwenden. Wir beraten Sie gerne zu allen Fragen rund um Rückenschmerzen. Auch bei der Auswahl von Wärmekissen und TENS sind wir behilflich.




Johanniskraut gegen Herbstblues – Wechselwirkungen beachten

In der dunklen Jahreszeit ist die Stimmung vieler Menschen gedrückt. Gegen depressive Verstimmungen und leichte bis mittelschwere Depressionen können Arzneimittel mit Johanniskraut-Extrakten helfen. „Johanniskraut-Extrakte sind eine wichtige Behandlungsoption gegen Depressionen – aber nur, wenn sie ausreichend hoch dosiert werden. Die meisten freiverkäuflichen Nahrungsergänzungsmittel mit Johanniskraut sind hingegen unterdosiert und damit wirkungslos“, so Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. Pro Tag sollten mindestens 600 bis 900 Milligramm eines standardisierten Johanniskraut-Extrakts eingenommen werden. Für die Selbstmedikation gibt es entsprechende rezeptfreie Arzneimittel in der Apotheke. Ihre Wirkung setzt auch bei regelmäßiger Einnahme erst nach etwa ein bis zwei Wochen ein. Auch darüber informieren Apotheker im Beratungsgespräch und verbessern so die Compliance (Therapietreue) der Betroffenen. Fink: „Die Diagnose kann nur der Arzt stellen.

Deshalb verweist jeder Apotheker an einen Arzt, wenn er bei seinem Patienten eine nicht-diagnostizierte Depression vermutet.“ Egal, ob in der Selbstmedikation oder vom Arzt verordnet: Wer Johanniskraut einnimmt und darüber hinaus weitere Medikamente, sollte mit dem Apotheker über Wechselwirkungen sprechen. Johanniskraut-Extrakte können die Wirkung anderer Medikamente verändern, zum Beispiel bei der Antibabypille, Gerinnungshemmern oder HIV-Medikamenten. Wenn gewünscht, bietet jede Apotheke ihren Patienten ein diskretes Beratungsgespräch an. Ob ein Johanniskraut-Präparat rezeptfrei oder -pflichtig ist, hängt vom Anwendungsgebiet ab, nicht von der Einzeldosis oder der Packungsgröße. Arzneimittel gegen leichte Depressionen sind rezeptfrei und in der Selbstmedikation verfügbar. Präparate gegen mittelschwere Depressionen sind hingegen rezeptpflichtig, weil bei dieser Erkrankung die ärztlichen Diagnose unentbehrlich ist.




Wenn die Blase brennt

Blasenentzündungen sind unangenehm. Ständiges Wasserlassen begleitet von Brennen und Schmerzen sind die Symptome, gelegentlich kann auch eine leichte Inkontinenz die Beschwerden begleiten. Zum Teil ist der Urin rötlich verfärbt. Eine Blasenentzündung tritt wegen der Kürze des Harnleiters häufiger bei Frauen als bei Männern auf. Deshalb ist es für Frauen besonders wichtig, im Genitalbereich möglichst auf scharfe Seifen oder Deodorants zu verzichten, um das natürliche Gleichgewicht nicht zu zerstören. Nach dem Stuhlgang soll der After immer von vorne nach hinten gereinigt werden, damit Keime aus dem Stuhl nicht in die Harnröhre gelangen. Auch das Wasserlassen nach dem Geschlechtsverkehr beugt einer Blasenentzündung vor. Darüber hinaus sollte täglich mindestens zwei Liter getrunken werden, damit die Blase gut durchspült wird. Bei einer leichten Blasenentzündung sind zur Behandlung Blasen- und Nierentees geeignet. Sie sind harntreibend und unterstützen so das Durchspülen der Blase. Solche Tees können als Kur auch zum Vorbeugen getrunken werden. An pflanzlichen Präparaten stehen zum Beispiel Bärentraubenblätterextrakt oder Orthosiphonblätter zur Verfügung. Bei rötlich verfärbtem Urin, Schmerzen in Höhe der untersten Rippen im Rücken und wenn die Beschwerden durch Fieber begleitet werden, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Normalerweise ist dann eine Antibiotikum-Behandlung notwendig, die meist schnell anschlägt, aber trotz Abklingen der Symptome bis zum Ende durchgeführt werden muss. Ergänzend kann zusätzlich Blasen- und Nierentee getrunken werden. Falls Sie Fragen zu vorbeugenden Empfehlungen und Tipps zur Behandlung einer Blasenentzündung haben, helfen wir Ihnen gerne weiter.




Impfung gegen Schweinegrippe

Wer sich in den kommenden Wochen gegen die so genannte Schweinegrippe (Neue Grippe) impfen lässt, sollte seinen Arzt oder Apotheker über mögliche Nebenwirkungen informieren. Dies gilt besonders für Patientengruppen wie Kleinkinder und Schwangere. „Soweit wir derzeit wissen, ist die Impfung gut verträglich. Um seltene Nebenwirkungen zu entdecken, bitten wir alle Patienten, ihren Arzt oder Apotheker über beobachtete Nebenwirkungen zu informieren“, so Professor Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). Auch bereits bekannte unerwünschte Wirkungen sollen gemeldet werden, damit deren Häufigkeit oder Schweregrad künftig besser eingeschätzt werden können. Apotheken melden dann die Verdachtsfälle an die Geschäftsstelle der AMK, die eng mit den zuständigen Bundesoberbehörden zusammenarbeitet. Die aktuelle Fachinformation des Impfstoffs Pandemrix® nennt unter anderem folgende unerwünschte Wirkungen: Schmerzen, Rötung und Hautreaktionen an der Injektionsstelle, Juckreiz, Durchfall, Erbrechen und Übelkeit, Bauchschmerzen, verstärkte Schweißsekretion, Fieber, Mattigkeit und grippeähnliche Beschwerden.




Bei Heiserkeit die Stimme schonen, aber nicht flüstern

Halsschmerzen werden oft von Heiserkeit begleitet. Wer heiser ist, sollte seine Stimme schonen sowie wenig und leise sprechen. Aber besser nicht flüstern, denn das verstärkt die Beschwerden eher. Dauert die Heiserkeit länger als ein bis zwei Wochen an, raten Apotheker zum Arztbesuch. Halsschmerzen lassen sich gut mit rezeptfreien Arzneimitteln behandeln. Je nach individuellen Beschwerden kann der Apotheker zum Beispiel örtlich betäubende, entzündungshemmende oder reizlindernde Medikamente auswählen. Lutschtabletten gegen Halsschmerzen sollte man aber nicht wie ein Bonbon lutschen, sondern am besten unter der Zunge oder in der Wangentasche „parken“ und dort langsam zergehen lassen. Das verlängert die Einwirkungszeit. Pflanzliche Zubereitungen, zum Beispiel aus Isländisch Moos oder Eibisch, bilden einen Film auf den Schleimhäuten und lindern so das Kratzen im Hals. Unterstützt wird die Wirkung der Medikamente durch Hausmittel, wie das Gurgeln mit lauwarmem Salzwasser oder einen warmen Halswickel.

Apotheker empfehlen ihren Patienten einen Arztbesuch unter anderem dann, wenn die Halsschmerzen länger als eine Woche anhalten und wenn sie von Atem- oder Schluckbeschwerden oder anhaltendem Fieber begleitet werden. Zum Arzt gehen sollten Patienten auch, wenn gleichzeitig andere Symptome auftreten, etwa eine himbeerrote Zunge oder wenn Erwachsene häufiger als viermal im Jahr unter Halsschmerzen leiden.




Wolf: „Jetzt Patienten vor Arzneimittelfälschungen schützen“

Verband der Versandapotheken ignoriert Gefahren durch illegale Geschäftemacher Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände fordert den Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) auf, alte Denkmuster zu überwinden und umgehend ein nachhaltiges und funktionierendes Konzept für die Sicherheit der Patientinnen und Patienten vorzulegen. Hierzu erklärt ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf: „Der BVDVA darf nicht länger die Probleme und Gefahren ignorieren, die durch illegale Internetversender entstehen. Anstatt sich mit der Kritik an den Berufsorganisationen der 21.600 Apotheken zu befassen, erwartet die Gesellschaft einen ernsthaften Vorschlag, wie die Gefahr durch Arzneimittelfälschungen aus dem Internet in den Griff zu bekommen ist.“ In den vergangenen Monaten war nach Veröffentlichungen von Polizei, Zoll und Bundeskriminalamt bekannt geworden, dass die Zahl der gefälschten Arzneimittel, die aus dem Ausland und durch Bestellung im Internet nach Deutschland gelangen, dramatisch angestiegen ist. Wolf: „Der BVDVA verkauft die Öffentlichkeit für dumm und stiehlt sich und seine Mitglieder mit einem Ablenkungsmanöver aus der Verantwortung. Hier geht es anscheinend nicht um das Patientenwohl, sondern um Partikularinteressen.“

Recherchen der ARD, die am vergangenen Sonntag im Fernsehen gezeigt wurden, belegen, wie groß die Probleme heute schon sind und welche Rolle das Internet und Onlinebestellungen spielen. Das vom BVDVA platzierte „Siegel“ hat die Situation eher verschlimmert. Wolf: „Ein weiterer Mosaikstein im verantwortungslosen Umgang mit der hochwertigen und sicheren Arzneimittelversorgung der Menschen ist es seitens des BVDVA nun, ausgerechnet die Aufsicht führenden Kammern anzugreifen. Dieser Weg ist durchschaubar und zeigt, dass es nicht um ernsthafte Versorgungsinteressen, sondern nur darum geht, den Schutzzaun um die eigenen Unternehmensinteressen auszubauen.“




Wenn es juckt und juckt und juckt

Juckreiz ist quälend. Bei vielen Erkrankungen ist Juckreiz ein Symptom, Allergien verursachen gelegentlich juckende Hautausschläge und manchmal ist die Ursache trockene Haut. Bei länger anhaltendem Juckreiz sollte die Ursache auf jeden Fall abgeklärt werden. So kann Juckreiz begleitend zum Beispiel bei Psoriasis, Diabetes oder Lebererkrankungen auftreten. Bei einigen Kinderkrankheiten wie Windpocken, Masern oder Röteln ist Juckreiz ein Hauptsymptom. In diesen Fällen lindern kühlende Puder oder, insbesondere bei Windpocken sehr bewährt, eine Zinkoxid-Schüttelmixtur die Beschwerden. Allergisch bedingter Juckreiz kann kurzzeitig zum Beispiel mit cortisonhaltigen Zubereitungen gelindert werden. Cortisonhaltige Salben sollten zweimal täglich möglichst dünn aufgetragen werden. Verschwindet der juckende Ausschlag nach zwei bis drei Tagen mit dieser Behandlung nicht, ist ein Arztbesuch notwendig. Ist der Ausschlag bläschenartig, im Bereich des Gürtels oder im Gesicht, sollte jedoch umgehend ein Arzt aufgesucht werden, um eine Gürtelrose – auch Herpes zoster oder Zoster genannt – auszuschließen. In diesem Fall wird der Ausschlag mit einem verschreibungspflichtigen Arzneimittel gegen Viren behandelt. Juckreizstillende Salben sind für die Behandlung ungeeignet. Gerade im Winter trocknet die Haut durch Heizungsluft besonders stark aus. Hier helfen medizinische Ölbäder ohne Zusätze von ätherischen Ölen.

Das Badewasser sollte zwischen 33 und 35° C temperiert sein und die Badedauer 15 Minuten nicht überschreiten. Die Haut nach dem Ölbad nicht wie gewohnt trocken rubbeln, sondern nur abtupfen. Als Pflegeprodukte sind zusätzlich harnstoffhaltige Lotionen und Cremes geeignet, die ein Austrocknen der Haut abmildern und so dem Juckreiz ebenfalls entgegen wirken. Bei Fragen zu Hautproblemen und Juckreiz helfen wir Ihnen gern weitere und beraten Sie zu einer individuell geeigneten Hautpflege.




Wenn es hinten juckt und schmerzt

Hämorrhoiden, also Entzündungen der Venen in den Gefäßpolstern rund um den Schließmuskel, sind unangenehm. Es juckt und schmerzt, bei stärker Betroffenen kann es zu Blutungen beim Stuhlgang, Nässen und Prolaps, dem Heraustreten eines der drei Gefäßpolster kommen. Bei Blutungen und stärkeren Beschwerden, wie dem Heraustreten einzelner Hämorrhoiden aus dem After, ist ein Besuch beim Arzt unumgänglich. Juckreiz und leichte Schmerzen können hingegen mit Salben oder Zäpfchen bei Bedarf behandelt werden. Diese enthalten juckreiz- und schmerzstillende Zusätze. Viel wichtiger ist es aber, Hämorrhoiden vorzubeugen. Vor allem harter Stuhlgang und damit verbundenes festes Herauspressen begünstigen die Entstehung von Hämorrhoiden. Gegen einen zu harten Stuhlgang hilft mehr als zwei Liter am Tag trinken – dabei vor allem Wasser und verdünnte Fruchtsäfte bevorzugen – und eine ballaststoffreiche Ernährung. Bei nur gelegentlich auftretenden Verdauungsproblemen kann hin und wieder unterstützend auch ein Abführmittel wie zum Beispiel Flosamen oder Lactulose eingenommen werden.

Außerdem sorgt regelmäßige Bewegung für eine bessere Verdauung. Um die Venen im Bereich des Schließmuskels zu kräftigen, ist Beckenbodengymnastik besonders gut geeignet. Diese lässt sich gut im Alltag integrieren, zum Beispiel beim Stehen an der Haltestelle oder im Supermarkt an der Kasse. Wenn Sie Fragen zu Hämorrhoiden haben, scheuen Sie sich nicht, uns anzusprechen. Wir beraten Sie diskret und informieren Sie über geeignete Präparate zur Behandlung.




Durchfall

Bei stärkerem Durchfall kommt es zu einem hohen Flüssigkeitsverlust. Deshalb ist es bei Durchfall wichtig, reichlich zu trinken. Um gleichzeitig den Durchfall zu stoppen kann beispielsweise ein dünner, aber lange – mindestens fünf, besser sieben Minuten – gezogener schwarzer Tee getrunken werden. Als Hausmittel helfen auch ein frisch geriebener Apfel oder etwas bittere Schokolade. Wenn sich damit der Durchfall nicht innerhalb zwölf Stunden bessert, eignet sich Kohle als Stopper. Kohle hat den Vorteil, dass sowohl durch verdorbenes Essen, leichte Vergiftung oder durch Krankheitserreger ausgelöste Durchfälle effektiv und nebenwirkungsfrei behandelt werden können. Einziger Nebeneffekt: der Stuhl färbt sich rabenschwarz. Wer schnell Linderung braucht, der kann zum Beispiel mit Loperamid den Durchfall bekämpfen. Präparate, die Loperamid enthalten sind allerdings nicht für alle Menschen gleichermaßen geeignet. Deshalb fragen Sie vorher in der Apotheke nach. Tritt ein wässriger oder gar blutiger Durchfall plötzlich im Zusammenhang mit einer Antibiotikatherapie auf, sollten Sie das Präparat umgehend absetzen und sich mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen.

Wenn Sie regelmäßig Arzneimittel wegen einer chronischen Erkrankung oder die Pille zur Verhütung einnehmen, sollten Sie sich ebenfalls bei Durchfall unbedingt durch Ihren Arzt oder uns beraten lassen. Einige Arzneimittel verlieren nämlich an Wirkung, wenn sie wegen des Durchfalls zu schnell ausgeschieden werden.




Wenn es mit der Verdauung hapert

Verstopfung kann verschiedene Ursachen haben. Häufig tritt sie im Urlaub auf, weil Tagesrhythmus, andere Essgewohnheiten oder nur höhere Durchschnitts-temperaturen schon einen Einfluss auf die Verdauung haben können. Von Verstopfung spricht man, wenn weniger als zwei Stuhlgänge in der Woche erfolgen. Tritt kurzfristig eine Verstopfung auf – wie zum Beispiel im Urlaub – kann man zunächst versuchen, mindestens einen halben bis einen Liter mehr Flüssigkeit aufzunehmen. Hilft das nicht, kann ein Abführmittel eingenommen werden. Abführmittel gibt es als Tabletten, Dragees, Tropfen oder Saft. Die abführende Wirkung setzt in der Regel zwischen acht und zwölf Stunden später ein. Alternativ können auch Zäpfchen und Klistier rektal angewandt werden und führen normalerweise innerhalb einer Stunde zum Erfolg. Besonders bei Kindern wird diese Methode gerne genutzt. Bei länger andauernder Verstopfung sollten mögliche Ursachen abgeklärt werden. Mangelnde Bewegung, ballaststoffarme Kost und eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme sind Gründe, die durch Verhaltensänderung leicht beeinflussbar sind.

Auch einige Arzneimittel verursachen Verstopfung – hierzu beraten wir Sie gerne und geben Ihnen Tipps, wie die Verdauung dennoch in Schwung bleibt. In manchen Fällen ist eine regelmäßige Anwendung besonders gut verträglicher Abführmittel notwendig. Außerdem können organische Veränderungen Verstopfung auslösen, die sich durch Verhaltensänderung und Abführmittel nicht beheben lassen; dies muss ärztlich abgeklärt werden. Wenn Sie Fragen zu Verstopfung oder anderen Verdauungsbeschwerden haben, fragen Sie uns. Wir helfen Ihnen gerne weiter!




Wenn der Kopf dröhnt

Kopfschmerzen können viele Ursachen haben. Einige Menschen reagieren auf einen Wetterwechsel, manchmal ist es ein Erkältungssymptom und gelegentlich ist Stress der Auslöser. Treten die Kopfschmerzen nur ab und an auf, so können sie ohne Probleme mit einem Schmerzmittel behandelt werden. Schmerzt der Kopf jedoch mehr als einmal in der Woche oder wird er von zusätzlichen Symptomen wie Schwindel, Übelkeit oder Erbrechen begleitet, kann ein Arztbesuch notwendig sein. Ein zu hoher oder auch zu niedriger Blutdruck können beispielsweise zu Kopfschmerzen führen, eine falsche Brille ebenfalls oder es handelt sich vielleicht um eine Migräne. Zur Behandlung leichter Kopfschmerzen reicht oft schon eine Tasse Kaffee, ein kurzes Nickerchen oder ein Spaziergang an der frischen Luft. Wenn dies nicht wirkt, stehen verschiedene Arzneistoffe als Schmerzmittel zur Verfügung wie Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen oder Paracetamol. Bei der Auswahl eines geeigneten Schmerzmittels sind einige Punkte zu berücksichtigen. Wer einen empfindlichen Magen hat, für den ist ASS nicht immer geeignet, bei Kindern unter 14 Jahren oder Schwangeren ist ebenfalls Vorsicht geboten.

Auch kann es bei der Kombination von Schmerzmittel mit anderen Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Und wer keine Tabletten schlucken mag, es gibt Brausetabletten, Granulate und Saft, Ibuprofen und Paracetamol auch als Zäpfchen. Wir beraten Sie gerne, wenn Sie Fragen zu Ihren Kopfschmerzen und möglichen Behandlungen haben. Auch helfen wir Ihnen bei der Auswahl eines für Sie geeigneten Schmerzmittels.




Fußpilz

Sommer, Sonne, Schwimmbad – schon erhöht sich das Fußpilzrisiko, weil barfuß gehen während der warmen Jahreszeit bei vielen Menschen beliebt ist. Wenn der Fußpilz sich zwischen den Zehen eingerichtet hat und es zu den typischen Symptomen wie Juckreiz, schuppige Haut, Rötungen und Einrissen kommt, hilft nur die konsequente Behandlung der betroffenen Hautareale. Dafür stehen Creme, Spray oder Puder z. B. mit Clotrimazol oder Bifonazol zur Verfügung. Am besten zweimal täglich die Füße waschen, gründlich abtrocknen und eines der entsprechenden Präparate auftragen; zudem täglich Socken oder Strümpfe wechseln. Die Behandlung wird mindestens 14 Tage nach Verschwinden aller Symptome weiter durchgeführt. Vermieden werden sollten außerdem Schuhe, in denen die Füße ins Schwitzen geraten. Strümpfe und Handtuch bei mindestens 60°C waschen, damit die Pilzsporen nicht überleben können. Um andere nicht anzustecken, sollte während der Fußpilzerkrankung nicht barfuß gelaufen oder gemeinsam mit anderen Familienmitgliedern die gleichen Badematten benutzt werden.

Die Haut schuppt sich regelmäßig und die Fußpilzsporen werden auf diese Weise verteilt und so von Mensch zu Mensch übertragen. Fußpilz kann man durch das Laufen in Badeschuhen und gründlichem Abtrocknen der Füße – vor allem zwischen den Zehen – aktiv vorbeugen. Wir beraten Sie gerne bei allen Fragen zum Fußpilz, damit auch Sie den Sommer unbeschwert genießen können.




Heuschnupfen

Die Nase läuft, die Augen jucken und das ständige Niesen … viele Menschen leiden in diesen Tagen wieder unter Heuschnupfen. Die so genannten Frühblüher Birke, Erle und Hasel sorgen für reichlich Pollen in der Luft. Aber auch während des späteren Frühjahrs bis in den Sommer hinein sorgen Gräser- und andere Pollen für die beschriebenen Beschwerden. Ist der Heuschnupfen schwach ausgeprägt und es müssen nur wenige Tage mit Niesen und Schniefen überbrückt werden, sind Nasensprays und eventuell zusätzlich Augentropfen mit antiallergisch wirkenden Inhaltsstoffen ausreichend. Solche Wirkstoffe werden als Antihistaminika bezeichnet. Wer allerdings wegen der auftretenden Symptome über längere Zeit sich schlapp fühlt oder schlecht schläft, für den gibt es stärker wirksame Antihistaminika als Tabletten, Tropfen oder Saft. Diese Präparate sollten am besten abends eingenommen werden, da sie zum Teil je nach persönlicher Empfindlichkeit müde machen können. In besonders schweren Fällen muss jedoch über eine ärztliche Therapie nachgedacht werden. Neben der Behandlung der Symptome ist in manchen Fällen auch eine Desensibilisierung möglich.

Außerdem sollten Heuschnupfengeplagte bevorzugt vor und nach Sonnenuntergang lüften und sich vor dem Schlafengehen die Haare waschen. Erleichterung bringt auch der Einsatz einer Nasendusche, die die Pollen wegspült. Wir beraten Sie gerne zum Umgang mit der Nasendusche und zur Auswahl eines geeigneten Präparats für Ihre Heuschnupfenbeschwerden.




„Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen“ – Blähungen

Säuglinge leiden häufig unter Blähungen, Erwachsene nicht minder. Die Ursachen für Blähungen sind vielfältig; für die Behandlung helfen der Verzicht auf einige Lebensmittel, Hausmittel und Entschäumer. Wenn ein Säugling Muttermilch trinkt, nimmt er nicht allein Milch zu sich, sondern auch eine Reihe von Stoffen, die in der Muttermilch gelöst sind. Diese Stoffe sind abhängig von dem, was die Mutter zu sich genommen hat. Wenn sie blähende Speisen gegessen hat, so kann auch der Säugling Blähungen bekommen. Die Blähungen entstehen durch Abbauprodukte der Nahrungsmittel im Darm. Und Gase im Darm können, obwohl sie keine Ecken und Kanten haben, für reichlich Unbehagen und Schmerzen sorgen. Manchmal werden die Blähungen beim Säugling durch zu hastiges Trinken verursacht, wenn er zuviel Luft mitschluckt. Deshalb ist bei Babys das „Bäuerchen“ sehr wichtig. Wenn Nahrungsmittel für massive Blähungen sorgen, sollten diese nur in kleinen Mengen verzehrt oder ganz gemieden werden. Neben Hülsenfrüchten sind vor allem Kohl in jeder Form, Lauch, Zwiebel, Knoblauch und Senf Auslöser für Blähungen. Die genannten Lebensmittel enthalten Senföle. Aber auch ein Lactasemangel kann nach dem Genuss von Milch und Milchprodukten zu Blähungen führen.

Inzwischen gibt es für Menschen mit Lactasemangel ein breites Angebot an lactosefreien Milchprodukten im Lebensmittelregal. Gegen Blähungen allgemein hilft Kümmel als Gewürz an Gerichte (Weißkraut, Rotkraut oder Lauchgemüse z.B.) oder das Trinken eines Tees aus Anis-, Fenchel- und Kümmelsamen. Bei Säuglingen und Kleinkindern hilft das kreisende Einmassieren einer Windsalbe auf dem Bauch und Erwachsene schätzen ein Wärmekissen. Eine weitere Möglichkeit ist die Einnahme von Entschäumern wie Sab simplex® oder Espumisan® während des Essens. Wir beraten Sie gerne, wie Sie Blähungen vermeiden oder lindern können.




Frühjahrsputz auch in der Hausapotheke

Die ersten Krokusse blühen und das Frühjahr naht – für viele Menschen eine Motivation, den Staub des Winters nicht nur aus den dicken Mänteln zu klopfen, sondern im Haus die Frühlingsfrische einziehen zu lassen. Da liegt es nahe, auch die Hausapotheke einmal zu sichten. Eine Hausapotheke soll in der ersten Not helfen und lindern. Deshalb gehören in die Hausapotheke ein Fieberthermometer, Pinzette und Schere, Pflaster, etwas zum Abdecken von Wunden, Mullbinden und eine elastische Binde neben einigen Arzneimitteln. Bei der Pflasterauswahl sollten sowohl Strips als auch etwas breiteres Pflaster (z. B. 10 cm) zum Selbstzuschneiden vorhanden sein. Gerade wer Kinder hat oder zu Allergien neigt, greift am besten auf hautfreundliche Produkte zurück. Für verschmutzte Wunden ist ein nicht brennendes Desinfektionsmittel nützlich (z. B. Octenisept®). Ein Päckchen steriler Wundkompressen (am besten 10x10 cm) und drei elastische Mullbinden in verschiedenen Breiten (z. B. 4, 8 und 12 cm) sowie ein Heftpflaster zum Fixieren ergänzen den Inhalt. Zusätzlich sollte eine elastische Zugbinde mit Klammern nicht fehlen.

An Arzneimitteln ist ein Präparat gegen Fieber und Schmerzen – bei Kindern unter 14 Jahren mit Ibuprofen oder Paracetamol als Saft oder Zäpfchen, für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene zusätzlich Acetylsalicylsäure – sowie Kohle gegen Durchfall sinnvoll. Ein kühlendes Gel gegen Prellungen, Insektenstiche oder kleine Verbrennungen darf ebenso wenig fehlen wie eine Wundheilcreme. Zusätzlich sollte die Hausapotheke Präparate enthalten für individuell typische Beschwerden, die häufiger auftreten, z.B. Blasentee, ein pflanzliches Beruhigungsmittel oder Tabletten gegen Heuschnupfen. Im Regelfall sollten in der Hausapotheke nach Anbruch nicht aufbewahrt werden Erkältungsnasensprays, Augentropfen, Reste von Antiobiotikasäften und andere Präparate, die zur Behandlung ansteckender oder akuter Erkrankungen verwendet wurden. Gelangen die Erreger der jeweiligen Erkrankung in die Fläschchen, so besteht Wiederansteckungsgefahr. Zudem zersetzen sich einige Produkte nach Anbruch. Wir beraten Sie übrigens auch gerne zur Zusammenstellung einer individuell abgestimmten Reiseapotheke oder füllen Ihren Autoverbandskasten neu auf.




Verbrennungen

Schnell noch das Blech mit den Weihnachtsplätzchen in den Herd – und schon ist es passiert! Wer kennt das nicht, aus Unachtsamkeit die Finger verbrannt. Kleine Verbrennungen können ohne Probleme selbst versorgt werden. Allerdings nicht zu Hausmitteln greifen! Wenn man sich am Blech oder am Topf die Finger verbrannt hat und die Haut intakt ist, ist die erste Maßnahme, kühles Wasser aus dem kalten Wasserhahn mindestens zehn Minuten drüber laufen lassen. Die Verbrennungswärme wird sonst nur in der oberen Hautschicht abgekühlt, kann aber im Gewebe weiter vordringen. Auf keinen Fall zum Kühlen Eiswürfel oder Eiswasser verwenden, weil durch die Unterkühlung der Körper mit stärkerer Durchblutung gegensteuern würde und so die Verbrennungsreaktionen nicht zum Stillstand kämen. Nach dem Kühlen kann zusätzlich, wenn Brandblasen oder Schmerzen auftreten, ein kühlendes Brandgel aufgetragen werden. Die Brandblasen niemals aufstechen, um eine Infektion zu vermeiden.

Sollten sie von sich aus aufgehen und sich noch keine neue Haut gebildet haben, bieten PVP-Jod-Zubereitungen einen guten Infektionsschutz. Dafür etwas Salbe auf eine sterile Kompresse geben, auf die Wunde legen und diese auf geeignete Weise fixieren. Bei Verbrennungen oder Verbrühungen im Gesicht, im Genitalbereich oder wenn die Fläche der Verbrennung größer als der Handinnenteller der betroffenen Person ist, sollte auf jeden Fall unverzüglich ein Arzt hinzugezogen werden. Das gilt auch, wenn die Haut und das darunterliegendes Gewebe zerstört sind. Die betroffenen Stellen müssen bis zur ärztlichen Versorgung mit feuchten Tüchern gekühlt werden. Ein kühlendes Gel, PVP-Jod-Salbe und sterile Kompressen sollten in keiner Hausapotheke fehlen; sie sind nicht nur bei Verbrennungen nützlich. Wir beraten Sie gerne!




Gegen brüchige Knochen

Osteoporose tritt mit zunehmendem Alter immer häufiger auf. Meist sind Frauen davon mehr betroffen als Männer. Die Ursachen können Ernährungsdefizite, Licht- und Bewegungmangel, aber auch einige chronische Erkrankungen sein. Zum Vorbeugen einer Osteoporose ist regelmäßiger Sport empfehlenswert; so werden nicht nur die Muskeln gestärkt, sondern auch der Knochenstoffwechsel angeregt. Bei der Ernährung sollte auf eine ausreichende Zufuhr von Calcium geachtet werden. Dafür eigenen sich neben Milch und Milchprodukten auch Heilwässer mit hohem Calciumgehalt. Ungünstig für den Knochenhaushalt sind hingegen beispielsweise große Mengen an Rhabarber, Spinat und Schokolade wegen der darin enthaltenen Oxalsäure sowie Colagetränke oder Wurstwaren wegen ihres hohen Phosphatgehaltes. Vor allem ältere Menschen, die sich nicht mehr regelmäßig draußen aufhalten, sollten täglich mit der zusätzlichen Gabe von Vitamin D und Calcium dem Knochenschwund vorbeugen.

Und wer nicht mehr sicher auf den Beinen ist, muss doppelt vorsichtig sein. Da können Hüftprotektoren die Folgen von Stürzen abmildern und einen Oberschenkelhalsbruch vermeiden helfen. Zusätzlich sollten natürlich Stolperfallen wie lose Teppichkanten oder Kabel aus dem Weg geräumt werden. Fragen Sie uns, wenn Sie wissen möchten, wie Sie Ihre Knochengesundheit durch Ernährung, Calcium und Vitamin D sowie Bewegung erhalten können. Auch informieren wir Sie gerne über Hüftprotektoren zum Schutz gegen Oberschenkelhalsbrüche.




Bronchitis und Co.

Husten und Bronchitis treten im Herbst wieder häufiger auf. Neben Hustensaft kann Inhalieren die Beschwerden abmildern. Omas Inhaliermethode mit Waschschüssel, Kamillenaufguss und Handtuch ist altbewährt. Heute stehen auch spezielle Dampfinhalatoren, die nur über Mund und Nase reichen, zur Verfügung. Bei Erkältungsbeschwerden, Husten und Heiserkeit werden zum Inhalieren Kamille, Eibisch oder Mischungen aus ätherischen Ölen verwendet. Für Schulkinder, Jugendliche und Erwachsene sind Mischungen aus Pfefferminzöl, Eukalyptusöl und Latschenkieferöl beliebt. Manche Mischungen enthalten auch Campher und Menthol. Während Kamillenblüten oder Eibischwurzel mit kochendem Wasser übergossen werden und nach etwa fünf Minuten Ziehzeit mit dem Inhalieren begonnen wird, werden Hustensalben oder Inhalationstropfen mit maximal 70 °C heißem Wasser angesetzt und direkt mit der Inhalation begonnen. Säuglinge und Kleinkinder dürfen nur mit mentholfreien Produkten inhalieren, deshalb gibt es für diese Altersgruppe spezielle Inhalationsmischungen und Hustensalben. Statt eines Inhalators ist bei Säuglingen der Inhalationssauger eine sichere und praktische Alternative.

Unterstützend kann vor allem bei Neben- und Stirnhöhlenentzündungen eine Viertelstunde vor dem Inhalieren zusätzlich ein schleimhautabschwellendes Nasenspray angewandt werden. So kann das Sekret leichter abfließen. Auch bei Halsentzündung kann Inhalieren helfen. Allerdings sollte dann nur mit heißem Wasserdampf inhaliert werden, da vor allem die Wärme Linderung bringt. Wenn Sie Fragen zur Inhalation, Inhalationssaugern oder -geräten sowie den richtigen Zusätzen oder Kamillenblüten haben, wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen bei der Auswahl. Zusätzlich verleihen wir auch Vernebler für Sole oder antiallergische Inhalationslösungen bei chronischer Bronchitis und Asthma.




Magenbeschwerden?

Sodbrennen, Magendrücken oder saures Aufstoßen – wenn dieses Beschwerden nur gelegentlich auftreten, handelt es sich dabei meist um eine Reaktion auf zu üppiges Essen. Auch sehr scharfe oder ungewohnte Gewürze und nach größeren Mengen an Alkohol können solche Beschwerden auftreten. Schwangere klagen ebenfalls häufiger über solche Beschwerden. Hier liegt die Ursache in der Lockerung des Bindegewebes als Anpassung des Körpers für die Geburt. Ist das Baby auf der Welt sind Sodbrennen und saueres Aufstoßen schnell wieder vergessen. Alle Betroffenen sollten nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen essen. Kleinere Portionen und leichte Kost sind meist gut verträglich und entlasten den Magen. Ein Verzicht auf Kaffee, schwarzen Tee und stark kohlensäurehaltige Getränke kann zur Linderung beitragen. In allen genannten Fällen helfen darüber hinaus Wirkstoffe, die überschüssige Magensäure abbinden. Es gibt dazu eine Reihe an effektiven Präparaten, sowohl als Tabletten oder Suspensionen.

Diese müssen vor Gebrauch je nach Verpackung entweder geschüttelt oder durchgeknetet werden. Allerdings sollten Sie sich zum besten Einnahmezeitpunkt beraten lassen, da viele andere Arzneimittel gleichzeitig eingenommen, an Wirkung verlieren. Wenn die säurebindenden Wirkstoffe nicht ausreichend helfen, gibt es Substanzen, die die Bildung der Magensäure etwas reduzieren. Längeranhaltende oder regelmäßig wiederkehrende Magenbeschwerden sollten jedoch mit einem Arzt besprochen werden, um eine Magenschleimhautentzündung oder andere schwerwiegende Erkrankungen auszuschließen.

Wir beraten Sie gerne, welche Präparate für Ihre Beschwerden geeignet sind und wann Sie diese am besten anwenden. Auch zur magenschonenden Ernährungen geben wir Ihnen Tipps. Fragen Sie uns.




Schnell aus der Puste?

Kurzatmigkeit und schnelle Ermüdung, manchmal auch Schwindel – das alles können Hinweise auf eine langsam nachlassende Herzleistung sein. Treten solche Beschwerden auf, sollten Sie diese auf jeden Fall beim Arzt abklären lassen. Zumeist wird der Arzt Abbau von Übergewicht, Stressvermeidung und Bewegung als vorbeugende Therapie empfehlen. Damit das Herz fit bleibt, sollten Sie auf regelmäßige Bewegung achten. Ausdauersportarten wie Walken, Joggen, Schwimmen und allgemeines Konditionstraining eignen sich besonders gut. Und da es in der Gruppe einfach mehr Spaß macht und zudem neue Kontakte geknüpft werden können, nutzen Sie Angebote von Sportvereinen oder Volkshochschulen. Oder treffen Sie sich mit Kollegen, Freunden und Nachbarn zum Sport. Aber auch im Alltag kann dem Bewegungsmangel vorgebeugt werden: Treppen steigen statt Aufzug fahren, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Einkaufen gehen, Hausputz und anderes mehr. Bewegung baut Stress ab und wirkt auch einer Gewichtszunahme entgegen. Möchten Sie zusätzlich noch ein paar Pfunde verlieren, informieren wir Sie gerne zu Ernährungsfragen.

Schließlich soll das Gewicht auf Dauer niedrig bleiben und Essen weiterhin Spaß machen! Darüber hinaus können Weißdornpräparate die Pumpleistung des Herzens unterstützten. Auch dazu beraten wir Sie gerne, ob die Einnahme für Sie sinnvoll sein kann und verträglich ist, falls Sie weitere Arzneimittel regelmäßig einnehmen müssen.




23.06.2008Schutz gegen Stiche

Sommer, laue Abende und dann kommen sie, die Stechmücken. Angezogen von Lichtquellen und mit einem untrüglichen Warmblüter-
Erkennungssystem ausgestattet, stechen sie zu, saugen eine kleine Blutmahlzeit und hinterlassen in der Einstichstelle einige Stoffe, die zu Juckreiz und Schwellungen führen. Der Stich juckt dann ein bis zwei Tage und heilt im Normalfall ohne Komplikationen aus. Wird an der Einstichstelle jedoch heftig gekratzt, kann es zu einer Entzündung kommen. Am besten ist es, den Insektenstichen vorzubeugen. Verzichten Sie auf Parfum, After-Shave, Haarspray und andere duftende Kosmetika, da diese die Mücken anlocken. Auch die Haut zu bedecken ist eine mögliche Maßnahme, da die Angriffsfläche für die Insekten damit verkleinert wird. Zusätzlich können Sie Repellentien, Abwehrstoffe gegen Insekten, auf die Haut auftragen. Die Schlafräume lassen sich zusätzlich mit einem Fliegengitter vor dem Fenster gut abschirmen. Hat die Mücke jedoch zugestochen, lindert Kühlen den Juckreiz. Dafür können Sie zum Beispiel ein gekühltes Gelkissen verwenden. Unterwegs sind Gele, Cremes oder Stifte, die juckreizstillende Zusätze enthalten, praktisch.

Für stärkere Beschwerden gibt es Präparate, die etwas Kortison enthalten. Diese sollten jedoch nicht im Gesicht und nur kleinflächig angewandt werden. Einige Menschen reagieren allerdings allergisch auf Insektenstiche – hier kann es zu einer starken Quaddelbildung und weitergehenden Beschwerden kommen. Wer unter einer solchen Insektenstichallergie leidet, sollte unbedingt mit seinem Hausarzt Kontakt aufnehmen, da es hierfür spezielle Notfallarzneimittel gibt. Ob vorbeugend oder nach dem Stich einer Mücke – wir haben geeignete Präparate für Sie und Ihre Familie, zu denen wir Sie gerne beraten.




29.05.2008Sonnenschutz

In früheren Zeiten galt es als chic im Sommer eine blasse Haut zu zeigen. Handschuhe, Sonnenhut und Sonnenschirm gehörten zur Grundausstattung, um den Sommer gut zu überstehen. Auch die Bademode schützte großflächig die Haut vor Sonnenbrand. Heutzutage beugen Sonnenschutzmittel dem Sonnenbrand vor. Dennoch sollten Sie einige Grundregeln im Umgang mit der Sonne beachten. Die Haut bildet angeregt durch die Sonneneinstrahlung Melanin. Dies sorgt einerseits für den schönen Teint, andererseits dient es als natürlicher Sonnenschutz. Allerdings verfügen nicht alle Menschen gleichermaßen über diesen natürlichen Schutz. Je hellhäutiger ein Mensch ist, desto geringer ist im Regelfall sein Eigenschutz. Deshalb muss bei der Auswahl eines geeigneten Sonnenschutzmittels stets die Eigenschutzzeit berücksichtigt werden. Das ist die Zeit, bis sich die Haut in der Sonne zu röten beginnt. Multipliziert man diese mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) des ausgewählten Sonnenschutzmittels, so erhält man die Zeit, die nach Auftragen maximal in der Sonne verbracht werden kann, ohne dass es zu einem Sonnenbrand kommt.

Deshalb lieber einen etwas höheren LSF wählen. Außerdem sollte das Produkt bereits vor dem Sonnenbad gleichmäßig und großzügig auf der Haut verteilt werden, um einen optimalen Schutz zu gewährleisten. Nach Kontakt mit Wasser unbedingt den Sonnenschutz erneuern – die maximale Schutzdauer verlängert sich dabei aber nicht. Säuglinge und Kleinkinder sollten sich auch mit einem Sonnenschutzmittel eingecremt nicht der prallen Sonne aufhalten. Doch welches Sonnenschutzmittel ist für wen am besten geeignet? Bei der Auswahl des richtigen LSF für Ihren Hauttyp, ob Milch, Creme oder Spray, ob wasserfest oder fettfrei sowie geeigneter After-Sun-Pflege unterstützen wir Sie gerne, damit Sie nicht nur gebräunt, sondern auch hautgesund durch den Sommer kommen.




02.05.2008Trockene Augen

Wenn der Tränenfilm seinen Dienst versagt, kratzt es im Auge als wäre das Lid innen mit Sandpapier ausgekleidet. Häufig brennen die Augen und durch das ständige Fremdkörpergefühl ist man versucht, sich ständig die Augen zu reiben. Doch das sollte auf jeden Fall vermieden werden, weil bei unzureichendem Tränenfilm auch der Schutz des Auges vor Keimen reduziert ist.

Viele Faktoren beeinflussen die Produktion und Qualität des Tränenfilms. Umweltbelastungen, Klimaanlagen, starke UV-Strahlung aber auch einige Arzneimittel sowie hormonelle Umstellungen zum Beispiel während Schwangerschaft oder Wechseljahren können die Entstehung eines trockenen Auges begünstigen. Vielfach sind Computerarbeitsplätze Mitverursacher, da das starre Blicken auf den Bildschirm den regelmäßigen Lidschlag verhindert. Normalerweise erneuert ein Lidschlag etwa alle drei bis vier Sekunden den Tränenfilm.

Der Tränenfilm ist dreischichtig aufgebaut. Der äußere, hauchdünne Lipidfilm verhindert das Verdunsten des Wassers in der zweiten Schicht. Direkt auf dem Augapfel bilden Schleime die dritte Schicht, die den Augapfel zusätzlich schützt. Hauptfunktion des Tränenfilms ist die Sauerstoffversorgung der Hornhaut. Bleibt diese aus, versucht der Körper den Mangel durch eine verstärkte Produktion von Tränenflüssigkeit auszugleichen. Leider hat diese jedoch andere Eigenschaften. Die Folgen sind Entzündungen der Lidränder und gerötete Augen.

Zur Behandlung des trockenen Auges sind Augentropfen geeignet – möglichst frei von Konservierungsstoffen. Außerdem sind diese Tropfen viskos, also etwas angedickt durch Stoffe wie Hyaluronsäure oder Zellulosederivate. Neuere Arzneimittel zur Behandlung des trockenen Auges sind Lipide, die auf die Augen gesprüht werden und auf diese Weise das Verdunsten des Tränenfilms vermeiden. Bei der Auswahl der richtigen Augentropfen für Ihre Beschwerden beraten wir Sie gerne.




27.03.2008PECH gehabt?!

Das Frühjahr lockt mit Sonne und angenehmen Temperaturen nach draußen zum Spazierengehen, Wandern oder Sport. Bewegung ist gesund und mit vernünftigem Schuhwerk und ein wenig Training bleiben Sie hoffentlich von Verletzungen verschont.

Dennoch: Für den Fall der Fälle sollten Sie gerüstet sein. Das Grundprinzip der Erstversorgung von Verstauchungen und Prellungen lautet Pause, Eis, Compression und Hochlagern, kurz PECH. Das betroffene Gelenk oder die schmerzhafte Stelle sollte möglichst sofort entlastet werden. Zum Kühlen können Sie ein Eisspray aufsprühen oder ein in ein Tuch gehülltes Kältepack auflegen. Kältepacks lassen sich ohne Probleme in der Kühltasche unterbringen. Zur Kompression halten Sie am besten eine elastische Binde bereit. Zusätzlich können Sie ein schmerzstillendes Gel auftragen und dann die betroffene Stelle nach Möglichkeit hoch lagern. Bei einem Verdacht auf Bruch, einem ausgekugelten Gelenk oder anhaltenden Schmerzen sowie offenen Wunden sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

Wir beraten Sie gerne zur Zusammensetzung Ihrer individuellen Sport- und Wanderapotheke, bei der Auswahl eines geeigneten Schmerzgels oder ganz allgemein zur Erstversorgung von Prellungen und Verstauchungen.




10.12.2007Fieber richtig behandeln

Fieber ist eine Erhöhung der Körpertemperatur über 38,1 °C. Vor allem, wenn das Fieber 40 °C oder mehr beträgt, muss durch geeignete Maßnahmen die Körpertemperatur abgesenkt werden. Als Hausmittel haben sich hierbei Wadenwickel bewährt. Die Durchführung ist sehr einfach und wird dreimal wiederholt: Zwei Handtücher werden in handwarmes Wasser getaucht und gut ausgewrungen. Jeweils ein Handtuch wird um eine Wade gewickelt. Danach werden die Unterschenkel in ein trockenes Tuch eingeschlagen und der Patient mit einer leichten Decke zugedeckt. Nach 15 Minuten werden die Wickel erneuert. Nach den Wadenwickeln sollte zur Kontrolle, ob das Fieber absinkt, die Körpertemperatur gemessen werden. Wadenwickel können sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen angewandt werden.

Zum Absenken der Köpertemperatur gibt es eine Reihe an Wirkstoffen. Bei Kindern unter 14 Jahren sind nur Paracetamol und Nurofen gut geeignet und verträglich. Die Präparate gibt es als Tabletten, aber auch als Saft. Paracetamol gibt es zudem als Zäpfchen.

Erwachsene können gegen Fieber neben Paracetamol und Nurofen auch Acetylcalicylsäure oder Ibuprofen einnehmen. Wer Magenprobleme oder Asthma hat oder blutverdünnende Arzneimittel einnimmt, sollte ohne ärztliche Rücksprache nur Paracetamol zum Fiebersenken einsetzen.

Die genannten Wirkstoffe sind auch schmerzstillend, weshalb in der Hausapotheke solche Präparate für jedes Familienmitglied für den Notfall bereitgehalten werden sollte. Wir beraten Sie gerne zu Ihrer Hausapotheke und zu Arzneimitteln gegen Fieber und Schmerzen.




08.12.2007Fußpilz

An vielen Ecken lauert er, der Fußpilz. Sauna, Schwimmbad und Sporthallen sind die häufigsten Ansteckungsorte. Aber auch Schuhe, in denen die Füße schwitzen, können die Ursache für die Entstehung von Fußpilz sein. Wer regelmäßig Sicherheitsschuhe oder Gummistiefel trägt, sollte deshalb spezielle Funktionssocken anziehen. Vorbeugend sollten die Füße jeden Tag mit einer milden Seife gründlich gewaschen werden. Beim Abtrocknen dürfen die Zehenzwischenräume nicht vergessen werden.

Haben Sie Juckreiz zwischen den Zehen, treten Bläschen auf oder reißt die Haut ein, reicht eine gute Fußpflege nicht mehr aus. Hier muss mit einem so genannten Antimykotikum, einem Präparat gegen Pilze, der Hautpilz eingedämmt werden. Dafür gibt es rezeptfreie Salben, Puder oder Sprays, die auf die Haut aufgetragen werden. Meist tritt innerhalb einer Woche bereits eine Besserung der Beschwerden auf. Wichtig ist aber, dass auch nach Verschwinden der Beschwerden die entsprechenden Arzneimittel noch mindestens vier Wochen weiter täglich angewandt werden müssen.

Neben den Füßen sollte auch die Behandlung der Strümpfe und Schuhe nicht zu kurz kommen. Strümpfe sollten bei 60 °C gewaschen werden. Es gibt zudem spezielle Waschmittel, die im Einzelfall eingesetzt werden können. Für die Schuhe können Sprays benutzt werden.

Fragen zur Fußpflege oder zum Fußpilz. Wir beraten Sie gerne, welche Präparate für Ihre Füße am besten geeignet sind.




29.11.2007Stärkung des Immunsystems

Vor allem während der Erkältungszeit ist ein gutes Immunsystem wichtig. Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie Bewegung an der frischen Luft bilden eine gute Grundlage. Wer mag, kann durch regelmäßige Saunagänge und Wechselduschen zusätzlich das Immunsystem stärken.

Unterstützend können Sie zum Vorbeugen pflanzliche Präparate aus rotem und blassfarbenem Sonnenhut einnehmen. Der darin enthaltene Wirkstoff Echinacin stärkt das Immunsystem, indem verstärkt Abwehrzellen gebildet werden. Doch nicht für alle sind die Sonnenhutpräparate auch nicht für alle geeignet. So dürfen zum Beispiel Menschen mit multipler Sklerose diese Präparate nicht anwenden, da es zu einer Verschlechterung der Erkrankung kommen kann.

Um einen optimalen Effekt zu erzielen, wird mit den Echinacin-Präparaten eine Kur durchgeführt. Dafür werden über viermal zwei Wochen mit jeweils zwei Tagen Unterbrechung die entsprechenden Arzneimittel, die es als Tropfen oder Tabletten gibt, eingenommen.

Wer sich nicht immer regelmäßig ernährt, für den ist es sinnvoll, Vitamine und Mineralstoffe zu ergänzen. Vor allem Vitamin C und Zink spielen für die Unterstützung des Immunsystems eine große Rolle. Zur Auswahl stehen Brausetabletten, Tabletten oder Kapseln, um kurzfristig Ernährungsdefizite auszugleichen.

Wir beraten Sie gerne zur Stärkung Ihres Immunsystems.




21.10.2007Fette Feiertage

Die Weihnachtszeit lockt mit unzähligen Leckereien wie Plätzchen, Stollen, Schokolade, Gänsekeule, Karpfen und vielem mehr. Kein Wunder, dass da Magen und Galle überfordert sind. Und Obst und Gemüse kommen auch meist zu kurz. Doch was tun? Schließlich möchte keiner auf die Genüsse verzichten. Wenn Sie die nachfolgenden Regeln beherzigen, werden Sie gut durch die Feiertage kommen und das Festtagsschlemmen hinterlässt auch nicht so viele Spuren auf der Waage.

Frühstücken Sie während der Weihnachtszeit nur frisches Obst wie Äpfel, Birnen, Orangen, Trauben, Bananen oder Kiwi – Sie sorgen so kalorien- und magenfreundlich für ausreichend Vitamine und Ballaststoffe. Wer Ananas und Papaya mag, kann damit seinen Stoffwechsel sogar leicht anregen.

Mittags Adventskaffee und abends eine Einladung zum Essen – an einem solchen Tag sollte das Mittagessen am besten aus rohem Gemüse bestehen. Möhren, Kohlrabi, Radieschen, was immer Sie mögen, aber achten Sie bei der Auswahl darauf, dass Sie etwas zu kauen haben, das stillt effektiv auch den größten Hunger.

Der Gänsebraten liegt im Magen? Greifen Sie in diesem Fall zu einer Tasse kräftigen Pfefferminztee. Am besten schmeckt er frisch aufgebrüht aus loser Ware. Die ätherischen Öle der Pfefferminze helfen der Galle ihre fettverdauungsfördernden Enzyme abzugeben und entlasten zugleich den Magen. Wer Pfefferminze nicht mag, kann stattdessen einen Tee aus Anis, Fenchel und Kümmel trinken. Und falls Sie für Ihre Gäste einen ganz besonderen Digestiv suchen, wie wäre es mit einer Tasse des in Frankreich sehr beliebten Verbenentee, der in Deutschland auch Eisenkrauttee genannt wird. Auf den berühmten Verdauungsschnaps sollten Sie hingegen verzichten, er bewirkt nämlich leider das Gegenteil: Alkohol bringt die Fettverdauung zum Erliegen.

Sollten Sie jedoch häufiger leichte Gallenprobleme haben, helfen Präparate mit Artischocke, die während der Weihnachtszeit auch vorbeugend eingenommen werden können. Die Artischocke enthält Bitterstoffe, die die Galle anregen, verstärkt Fettverdauungs-Enzyme zu produzieren und freizusetzen.

Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne zu den empfohlenen Tees, Arzneimitteln mit Arischocke und zu allen Fragen rund um die Verdauung.

Schöne Festtage und ein gesundes neues Jahr!




19.10.2007Wenn die Nase läuft …

... ist Erkältungszeit. Der November, mit seinem häufig feucht-kalten Wetter, die meist überheizten Räume und die besonderen Eigenschaften der Erkältungserreger, sich in Windeseile zu verbreiten, lassen dem Immunsystem kaum eine Chance.

Vorbeugend können Sie Ihr Immunsystem durch Sauna oder wechselwarme Duschen stärken. Achten Sie außerdem auf eine regelmäßige Durchlüftung beheizter Räume und sorgen Sie durch Wasserverdunster für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit. Waschen Sie sich außerdem regelmäßig die Hände, denn Erkältungsviren nutzen Ihre Hände gerne als Transporter.

Doch alles Vorbeugen ist zu spät, wenn die Nase bereits läuft, der Hals kratzt und man sich „schlapp“ fühlt. Gegen eine zu Beginn laufende und dann zumeist verstopfte Nase helfen Nasensprays mit abschwellenden Wirkstoffen. Durch die Erkältungsviren wird vermehrt Wasser in die Nasenschleimhäute eingelagert, weshalb zuerst dünnflüssiger Schleim entsteht, mit der Zeit jedoch wegen der immer weiter anschwellenden Schleimhäute, die Nase verstopft wird. Durch das Nasenspray schwellen die Schleimhäute ab. Damit können die Schleimhautsekrete besser ablaufen und einer Entzündung der Nebenhöhlen vorgebeugt werden. Diese abschwellenden Nasensprays sollten maximal zehn Tage angewendet werden. Zur Erholung der Nasenschleimhaut dienen nach einer Erkältung Meer- bzw. Salzwasser-Nasenprays.

Gegen Halskratzen und Heiserkeit helfen Salbeibonbons, Pastillen, die die Schleimhäute feucht halten, und bei Schmerzen Lutschpastillen mit lokal wirksamen schmerzstillenden Zusätzen. Außerdem sollten Sie reichlich trinken – Erkältungs- und Früchtetees sind besonders zu empfehlen.

Erholsam und schlaffördernd sind Erkältungsbäder. Nach dem etwa zehnminütigen Bad mit einer Wassertemperatur von etwa 38 °C sollten Sie sich aber unbedingt hinlegen, um Ihren Kreislauf nicht unnötig zu belasten. Wer eine erhöhte Temperatur oder Fieber hat, darf nicht baden, sollte aber zu Bett gehen. Zum Absenken des Fiebers helfen bei Kindern Wadenwickel und Saft oder Zäpfchen mit den Wirkstoffen Paracetamol oder Ibuprofen. Erwachsene können alternativ auch Acetylsalicylsäure einnehmen.

Wir wünschen eine möglichst schnupfenfreie Zeit – aber falls es Sie dennoch erwischt, helfen wir Ihnen gerne bei der Auswahl geeigneter Arzneimittel, damit die Erkältung Sie nicht völlig aus der Bahn hilft.



17.10.2007Grippeimpfung

Mit Beginn des Herbstes steigt das Risiko an einer Grippe zu erkranken. Vor allem vor dem Hintergrund der derzeitigen Einschätzung durch Experten, dass eine schwere Grippe-Epidemie erwartet wird, sollten Sie auch für sich überlegen, wie Sie sich am besten schützen.

Die Experten beobachten seit Jahren, wie sich das Grippevirus verändert – Grippeviren haben die Eigenschaft, sich sehr schnell an neue Gegebenheiten anzupassen. Neben der Grippe, die den Menschen befällt, gibt es auch Grippeformen, die Tiere infiziert, wie zum Beispiel die Vogelgrippe. Da der im Augenblick weit verbreitete Menschengrippevirus und der Vogelgrippevirus sich sehr ähnlich sind, befürchten nun Wissenschaftler, dass sich die Eigenschaften dieser beiden Viren zu einem neuen Virus vereinigen könnten und es dann zu einer besonders schweren Grippe-Epidemie kommen könnte.

Bei der Grippe handelt es sich um eine Tröpfcheninfektion, die sich zudem schnell ausbreitet, weil bereits innerhalb eines Tages, spätestens jedoch am dritten Tag nach der Ansteckung die Symptome wie Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber mit Schüttelfrost und massivem Schwitzen oft begleitet von Reizhusten und Halsschmerzen fast schlagartig auftreten. Eine laufende Nase wird hingegen kaum beobachtet.

Die beste Vorbeugung bietet – da man sich nicht unter einer Käseglocke einigeln kann – die jährliche Grippeschutz-Impfung. Sie vermindert das Risiko einer Infektion und, selbst wenn Sie sich anstecken sollten, verläuft die Grippe deutlich abgemindert. Der richtige Zeitpunkt der Impfung ist der frühe Herbst, also zwischen September und November. Im Allgemeinen ist die Impfung für alle Menschen zu empfehlen – nur in wenigen Fällen gibt es Einschränkungen. Sprechen Sie Ihren Arzt aktiv auf die Grippeschutz-Impfung an.

Die Impfung selbst ist unkompliziert und erfolgt meist in den Oberarm. Im Bereich der Einstichstelle kann es zu einer leichten Rötung kommen und manchmal fühlen sich frisch Geimpfte kurz nach der Impfung ein wenig geschwächt. Das vergeht aber innerhalb von zwei, drei Tagen. Der volle Impfschutz setzt dann nach etwa zwei Wochen an.

Nutzen Sie die Chance, sich effektiv vor einer Grippe zu schützen. Mit Fragen rund um die Grippeschutz-Impfung oder zur Grippe können Sie sich natürlich gerne an uns wenden.

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